Petra Sitte an der Hochschule Harz

Bundestagsabgeordnete Dr. Petra Sitte zu Gast an der Hochschule Harz

Bundestagsabgeordnete Dr. Petra Sitte zu Gast an der Hochschule HarzErstmalig nach ihrem Einzug in den Deutschen Bundestag besuchte am Donnerstag, den 2. März, die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Linkspartei.PDS, Dr. Petra Sitte, die Hochschule Harz. Sie wurde begleitet von Dieter Kabelitz, Hendrik Lange und André Lüderitz, Kandidaten für die Landtagswahl Sachsen-Anhalt.

Die Bundestagsabgeordnete, die sich während ihrer Landtagszugehörigkeit einen Namen als profilierte Wissenschaftspolitikerin gemacht hat, ist in Berlin nunmehr forschungs- und technologiepolitische Sprecherin ihrer Fraktion und somit zumindest mit einem Teilbereich der Hochschulpolitik weiter verbunden.

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Hochschul-Rektor Prof. Armin Willingmann standen die Auswirkungen der Föderalismusreform für das Hochschul- und Bildungssystem der Bundesrepublik. Übereinstimmung erzielten die Gesprächspartner bei der Sorge um einheitliche Ausbildungsstandards in Deutschland; hier hätte man sich auch eine gegenläufige Entwicklung, insbesondere bei der Festlegung von Schulstandards und Zulassungsmodalitäten vorstellen können, drohe doch mit der Festschreibung des bisherigen Modells die Gefahr eines zunehmenden Bildungsprovinzialismus. So wird es Aufgabe der jüngst durchaus in der Kritik stehenden Kultusministerkonferenz sein, auf Vereinheitlichung – etwa des Hochschulzugangs – hinzuwirken.

Für problematisch erachtet der Rektor auch den Rückzug des Bundes aus der Hochschulbaufinanzierung. Auch wenn dies die Hochschule Harz aktuell nur marginal berührt, bedauern die Rektoren des Landes Sachsen-Anhalt grundsätzlich die Übertragung dieser Aufgabe auf die Länder. Das bisherige Modell gemischter Finanzierung durch Bund und Land habe den Hochschulen so manches Bauprojekt ermöglicht, erläutert Willingmann im Gespräch. Es bleibe abzuwarten, ob die vom Bund auf die Länder übertragenen Finanzierungsmittel im selben Umfange den Hochschulen zugute kommen.

Sitte und Willingmann bedauerten das Abschneiden der ostdeutschen Universitäten bei der Vergabe der Exzellenzfördermittel des Bundes. Hier gelte es – so Petra Sitte – zukünftig eine Regionalkomponente einzuführen, um die Standortnachteile ostdeutscher Einrichtungen nicht zu manifestieren.

Mit Blick auf die anstehende Landtagswahl diskutierte die Runde noch Fragen des Dienst- und Besoldungsrechts sowie der Einbindung der Hochschule in den neuen Großkreis. Rektor Willingmann machte die Gäste auf verschiedene Veranstaltungen der Hochschule im laufenden Jahr aufmerksam, die sich insbesondere an die interessierte Öffentlichkeit richten. Dazu zähle etwa die für den Herbst des Jahres gemeinsam mit dem Weißen Ring e. V. geplante Ausstellung und Diskussionsreihe “Opfer”, die in das kulturelle Programm anlässlich des 15jährigen Hochschuljubiläums eingebettet wird.

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